Naar de inhoud
Gloxinialaan 1, Huissen Route Mo bis Fr 08:00 bis 17:00
Service

Einbauanleitung

Vielen Dank für den Kauf eines neuen, gebrauchten oder überholten Motors. Wir haben uns bemüht, die Qualität des von uns gelieferten Produkts zu optimieren. Wir bitten Sie daher, diese Einbauanleitung sorgfältig zu studieren, damit Probleme und Ärger vermieden werden können. Schäden durch unsachgemäßen Einbau fallen nicht unter die Garantie. Sollten danach dennoch Probleme auftreten, wenden Sie sich bitte umgehend an unser Unternehmen. Wir empfehlen Ihnen, beim Aus- und Einbau stets die Originalvorgaben des Herstellers zu verwenden. Nur wenn diese nicht vorhanden sind, können diese allgemeinen Hinweise für Sie von Nutzen sein.

Empfang

Prüfen Sie das Produkt sofort bei Erhalt auf mögliche Transportschäden. Stellen Sie solche Schäden fest, vermerken Sie dies auf dem Frachtbrief des Fahrers. Nur dann kann der Schaden bei der Versicherung des betreffenden Transporteurs geltend gemacht werden. Versäumen Sie dies und unterschreiben den Frachtbrief zur Bestätigung, kann kein Anspruch mehr geltend gemacht werden und alle Zusatzkosten gehen zu Ihren Lasten. Machen Sie nach Möglichkeit Fotos vom Schaden; das vereinfacht und beschleunigt die Abwicklung. Prüfen Sie, ob der gelieferte Typ korrekt ist. Achten Sie dabei auch sorgfältig auf die Gewindebohrungen im Block und auf die Befestigungspunkte für die verschiedenen Sensoren. Einige Produkte liefern wir mit provisorischen Teilen (Steuerdeckel, Ölansaugsieb, Ölwanne und/oder Ventildeckel). Ist das der Fall, ersetzen Sie diese auf eigene Kosten durch die Teile Ihres alten Motors. Reinigen Sie diese Teile vor dem Umbau gründlich und prüfen Sie sie auf Qualität.

Alte Schäden aufspüren

Damit das neu gelieferte Produkt nicht sofort denselben Schaden wie das Altteil erleidet, muss zunächst die Ursache des früheren Schadens ermittelt und beseitigt werden. Beachten Sie zum Beispiel Folgendes:

  1. Luftansaugsystem: Prüfen Sie die Qualität des Luftansaugsystems. Undichtigkeiten können Schmutz oder Staub durchlassen und so zu erhöhtem Verschleiß führen. Prüfen Sie den Ansaugkrümmer auf Fremdkörper und/oder gebrochene Teile, klopfen Sie ihn gründlich aus und blasen Sie ihn mit Luft durch. Prüfen Sie auch die Dichtfläche des Krümmers.
  2. Kühlung: Eine optimale Kühlung ist für die Lebensdauer des Produkts entscheidend. Prüfen Sie den Durchfluss des Kühlers, die Funktion von Lüfter, Sensoren und Thermostat, die Funktion der Visco-Kupplung, den Deckel des Kühlers und/oder Ausgleichsbehälters sowie die Qualität der Wasserschläuche und Schlauchschellen. Haben wir die Wasserpumpe nicht mitgeliefert, prüfen Sie Ihre alte Pumpe auf Lager, Wellendichtring und übermäßige Korrosion. Prüfen Sie Gummidichtungen und Luftleitbleche auf guten Luftstrom; auch ein verschmutzter Lüfter kann Vibrationen verursachen.
  3. Kraftstoffsystem: Ein falsches Kraftstoffgemisch-Verhältnis kann Überhitzung und/oder übermäßigen Verschleiß von Kolbenringen und Zylindern verursachen. Prüfen Sie die Qualität des Kraftstofffilters. Prüfen Sie die Membran der Förderpumpe; eine undichte Membran kann das Motoröl verdünnen und so Lagerschäden verursachen. Lassen Sie die Einspritzteile und die Injektoren von einem Fachmann prüfen. Eine korrekte Einstellung und der richtige Einspritzzeitpunkt sind entscheidend für die Leistung; ein undichter Injektor kann sofort Kolbenschäden verursachen.
  4. Zündung: Qualität und Zeitpunkt der Zündung bestimmen zu einem großen Teil die Lebensdauer und die Leistung des Motors. Prüfen Sie die Komponenten des Motormanagementsystems mit speziellen Prüfgeräten. Prüfen Sie bei älteren Zündungen den Zündzeitpunkt sowie die Schläuche und die Membran der Unterdruckverstellung.
  5. Kurbelgehäuseentlüftung: Eine verstopfte Kurbelgehäuseentlüftung führt zu erhöhtem Kurbelgehäusedruck, wodurch Wellendichtringe und Dichtungen undicht werden können.
  6. Abgassystem: Prüfen Sie, ob der Durchgang nicht durch gebrochene Teile blockiert ist.

Montage

Nehmen Sie sich die Zeit und die Ruhe, das Produkt richtig zu montieren. Das vermeidet letztlich Probleme und spart Ihnen wertvolle Zeit. Montieren Sie möglichst viele Umbauteile bereits auf Ihrem Arbeitstisch und nicht erst im Motorraum. Das arbeitet sich angenehmer und Sie behalten Ihre eigene Arbeit besser im Blick.

Beginnen Sie mit der Reinigung des Motorraums; das arbeitet sich deutlich angenehmer und ist ein zusätzlicher Service für Ihren Kunden. Reinigen Sie alle Befestigungsteile Ihres alten Motors, die Sie für den Aufbau benötigen; das verhindert Gewindeschäden und abweichende Anzugsspannungen. Reinigen Sie sorgfältig alle Teile, die Sie bei der Montage verwenden, wie Einspritzleitungen, Ansaugsystem, Abgassystem, Kurbelgehäuseentlüftung und die verschiedenen Teile des Kühlsystems.

Ist der Ölkühler nicht mitgeliefert, muss er stets erneuert werden. Achten Sie darauf, dass die Dichtungen immer korrekt montiert sind und nicht versehentlich Öffnungen blockieren. Setzen Sie einen guten, neuen Luftfilter ein und reinigen Sie den Luftfilterkasten. Setzen Sie einen guten, neuen Ölfilter ein; beim Kauf eines Motors ist fast immer ein neuer Ölfilter enthalten. Setzen Sie einen guten, neuen Kraftstofffilter ein. Prüfen Sie den alten Filter auf Wasserpartikel im Kraftstoffsystem; ist das der Fall, reinigen Sie das gesamte Kraftstoffsystem bis einschließlich Tank.

Befestigungselemente

Dehnschrauben dürfen nicht wiederverwendet werden. Ziehen Sie alle Schrauben und Muttern mit dem vorgeschriebenen Anzugsmoment für den jeweiligen Schrauben- und/oder Muttertyp an. Da das Anzugsmoment von Typ und Größe der Schraube abhängt, kann ein abweichendes Moment Schäden verursachen. Dehnschrauben werden mit einem Anzugsmoment angezogen und anschließend um einen bestimmten Winkel nachgezogen. Prüfen Sie stets, ob Sie über die korrekten Daten verfügen; auch die Anzugsreihenfolge kann vorgeschrieben sein. Befolgen Sie dies genau.

Prüfen Sie vor der Montage des Schwungrads, ob die Gewindebohrungen in der Kurbelwelle durchgebohrt sind. Ist das der Fall, versehen Sie das Gewinde der Schwungradschrauben mit einem flüssigen Schraubensicherungsmittel. Ziehen Sie die Schrauben und Muttern der Einspritzteile mit dem richtigen Moment an; besonders bei modernen Motoren verhindert dies Probleme. Denken Sie dabei auch an die Einspritzleitungen.

Motormontage

Sorgen Sie dafür, dass der gelieferte Motor gut und fest auf Ihrem Arbeitstisch steht, und achten Sie darauf, auf welche Seite Sie das Produkt legen. Müssen Sie Transportteile umsetzen, verwenden Sie die mitgelieferten Dichtungen oder ein hochwertiges flüssiges Dichtmittel. Montieren Sie alle Anbauteile mit den richtigen Anzugsspannungen.

Montieren Sie die Kurbelwellenriemenscheibe sorgfältig. Prüfen Sie die Anlauffläche des Wellendichtrings und achten Sie darauf, dass die Passfeder bei der Montage nicht herausgedrückt wird. Ziehen Sie die Schraube der Kurbelwellenriemenscheibe mit dem richtigen Anzugsmoment an; in einigen Fällen ist ein flüssiges Schraubensicherungsmittel ratsam. Montieren Sie die Steuerung sorgfältig nach Werksdaten; schon ein Zahn Abweichung kann schwerwiegende Folgen haben. Prüfen Sie die Einstellung der Kraftstoffpumpe anhand der Werksdaten. Montieren Sie die Injektoren mit neuen Dichtringen und Brennscheiben. Montieren Sie Schutzabdeckungen sorgfältig und prüfen Sie, dass sie keine drehenden Teile berühren. Erneuern Sie den Keilriemen oder Multiriemen.

Ist ein Automatikgetriebe montiert, drücken Sie die Hohlwelle des Drehmomentwandlers vorsichtig in die Ölpumpe des Getriebes. Achten Sie darauf, dass die Mitnehmernocken der Hohlwelle richtig in den Aussparungen der Ölpumpe sitzen. Um Schäden am Kühler zu vermeiden, empfehlen wir, ihn vor dem Einbau des Motors auszubauen. Verwenden Sie die richtige Hebevorrichtung, um den Motor im Motorraum zu platzieren; das verhindert Schäden beim Einbau. Prüfen Sie beim Einbau alle Steckverbindungen und verwenden Sie gute Schläuche und Schlauchschellen. Verwenden Sie hochwertiges Motoröl und Kühlmittel und füllen Sie beides bis zum richtigen Stand auf. Wichtig ist, dass das Kühlsystem gut entlüftet ist.

Startvorgang

Vor dem Starten ist es wichtig, dass alle Teile fest sitzen, dass genügend Öl in der Ölwanne ist, dass genügend Kühlmittel im Kühlsystem ist und dass die Riemenspannung stimmt. Nehmen Sie bei einem Benzinmotor zuerst die Zündkerzenkabel ab; bei einem Diesel muss die Kraftstoffzufuhr zu den Zylindern unterbrochen werden. Lassen Sie den Motor zunächst durchdrehen, bis er ausreichend Öldruck hat. Gelingt das nicht, entlüften Sie das Schmiersystem, indem Sie den Ölfilter mit Öl füllen und den Ölkanal mit einer Ölspritze vollspritzen. Ist ausreichend Öldruck vorhanden, schließen Sie die Zündkerzenkabel wieder an oder öffnen Sie bei einem Diesel die Kraftstoffzufuhr zu den Zylindern.

Lassen Sie den Motor anspringen und mit leicht erhöhter Leerlaufdrehzahl laufen. Überwachen Sie Öldruck und Temperatur genau. Füllen Sie während des Entlüftens ausreichend Kühlmittel nach. Prüfen Sie auf Öl- und/oder Wasserleckagen. Stellen Sie die Zündung und, falls vorhanden, den Vergaser nach Vorschrift ein. Prüfen Sie, ob das gesamte Kühlsystem einwandfrei funktioniert, ob der Thermostat öffnet und ob der Lüfter anspringt.

Einfahranleitung

Sorgen Sie dafür, dass der Motor richtig auf Betriebstemperatur kommt, bevor Sie ihn belasten. Vermeiden Sie bis 1.000 Kilometer extreme Belastungen; schalten Sie rechtzeitig zurück, damit der Motor nicht mit niedriger Drehzahl und hoher Last läuft. Belasten Sie den Motor mit höchstens 70 % der Leistung. Vermeiden Sie langen Leerlauf und Fahren mit konstanten Drehzahlen. Seien Sie aber auch nicht zu vorsichtig: Sonst bekommen die Kolbenringe keine Gelegenheit, richtig einzulaufen, was zu Ölverbrauch führen kann.

Nachkontrolle

Nach 1.000 Kilometern empfehlen wir Ihnen, den Motor zu überprüfen. Prüfen Sie an allen Befestigungen, ob sich nichts losgerüttelt hat. Prüfen Sie die Öl- und Kühlmittelstände und prüfen Sie auf Leckagen. Wechseln Sie nach 1.000 Kilometern den Ölfilter.

Rücksendung des Altteils

Entfernen Sie vom alten, zurückzusendenden Teil alle Öl- und Kraftstoffreste. Verschließen Sie alle Öffnungen mit den roten Kappen, die im von uns gelieferten Produkt enthalten waren. Prüfen Sie, ob das Altteil vollständig ist; fehlende Teile werden berechnet und vom gutzuschreibenden Pfand abgezogen.

Die vorstehenden Anweisungen sind allgemeiner Natur. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass wir nicht für Schäden haftbar gemacht werden können, die sich aus Abweichungen zwischen diesen Anweisungen und den Originalvorgaben des Herstellers ergeben. Auch für etwaige Auslegungs- oder Druckfehler in den von uns bereitgestellten Informationen können wir nicht haftbar gemacht werden.

Zuletzt aktualisiert: 17-07-2026